KLB-Ungarnreise vom 13.9. – 17.09.2018

Mit dem Landvolk nach Ungarn

43 Reiseteilnehmer begaben sich Mitte September auf eine fünftägige Bildungs-, Begegnungs- und Besinnungsreise der KLB-Passau nach Ungarn, zu unserer „jungen Schwester in Europa“. Um Zeit zu sparen nahmen die Reisenden während der Fahrt das Mittagessen aus der Bordküche ein. So konnte noch die Fischerbastei auf der Budaer Seite in Budapest besichtigt werden. Vorbei an der großen Reiterstatue des heiligen Stephan, König Stephan I. der maßgeblich die Christianisierung in Ungarn vorantrieb, erhebt sich die bekannte Matthiaskirche, eine interessante Baustilmischung aus Gotik und Renaissance. Der Blick durch die sieben weißen, konischen Türme der Bastei eröffnete die Weite über die Donau mit der alten Kettenbrücke und auf den früheren Stadtteil Pest mit dem großen Parlamentsgebäude.

Weiter ging es zum Schloss Gödölló, Ungarns größtes Barockpalais. Der ungarische Staat schenkte es dem österreichischen Kaiser- und ungarischen Königspaar Franz Joseph I und Elisabeth zur Krönung als Österreichisch- Ungarischen Ausgleich. Das Schloss wurde zu einem der bevorzugten Aufenthaltsorte von Königin „Sissi“, sie verbrachte mehr als 2000 Tage dort. Im Schloss sind 26 Räume zu sehen, der Fokus wurde auf die königliche Zeit Gödöllös und das Leben Königin Elisabeths gelegt. Die vollständige Sanierung ist bis heute nicht abgeschlossen.

Im Hotel in Kecskemét wurde der Tag mit einem Morgenlob zum Thema „Ich bin Europa – und du auch“, gestaltet von der Reisebegleiterin Theresia Göppinger begonnen. Nach dem Frühstück ging es südlich in die kleine Stadt Csólyospálos. Hier begrüßte uns Bürgermeister János Fúrús und die deutschsprechende Familie Nagy auf deren Landgut. Nach einem kleinen Imbiss und Getränken stellten Herr Prof. Nagy (Kulturökologe) und sein Sohn Gergely Nagy ihr Landschaftsgut vor, auf dem sie in den letzten Jahren viel Arbeit in Sachen Humusbildung, gesteuerte Bewässerung und schöpfungsgerechter Wirtschaftsweise legten. Sie schufen eine Oase aus dem „geschundenen Boden„ des Kommunismus, auf dem sie Müll und eine Sandsteppe vorfanden. Der beliebte, langjährige Bürgermeister Fúrús erzählte von seiner Gemeinde mit den vielen Aktivitäten in sozialen und wirtschaftlichen Bereichen. Der überwiegende Teil der 1700 Einwohner lebt von der Landwirtschaft. Hier herrscht ein großer Zusammenhalt mit viel ehrenamtlichem Einsatz in kulturellen Bereichen.

Am Nachmittag fuhren wir zu Bugac Puzsta mit Hirtenmuseum und grandioser Pferdevorführung, auch das Ungarische Steppenrind und aussterbende Schafrassen waren zu sehen.

Tags darauf, nach dem Morgenlob: „Der Herr ist mein Hirte“ gestaltet von Hanni und Martin Rasch machte sich die Gruppe auf nach Kalocsa, dem Zentrum der ungarischen Gewürzpaprikaproduktion und -verarbeitung Nach der Stadtführung mit der Besichtigung der Kathedrale Mariä Himmelfahrt auf deren Orgel Franz Liszt des Öfteren spielte, ging es ins Paprikamuseum und zum Volkskunsthaus, in dem zwei Frauen in ungarischer Tracht, die berühmte Kunst der Kalocsaer Stickereien mit Hand und Nähmaschine– die den Spitzen ähnlich sind – und die Ostereierbemalung zeigten. Anschließend wurde das große Paprikafest besucht, das einmal jährlich stattfindet mit Wettkochen und allerlei ungarischen Schmankerln. Die Teilnehmer erwarben Paprikapulver, Paprika – Knoblauchpaste, Knoblauch und Paprikaschoten.

Nach dem Abendessen in einem Fischrestaurant in Dunaújváros wurde das zweite Hotel in Balatonalmádi am Plattensee erreicht. Der Balaton mit seinen 195 km Umfang, ist der größte Binnensee und der bedeutendste Steppensee Mitteleuropas. Mit seiner durchschnittlichen Tiefe von 3,25 m kann im Sommer die Wassertemperatur 30°C übersteigen.

Die Halbinsel Tihany war am nächsten Tag das Ziel. Die Christen aus Passau feierten zusammen mit der ungarischen Pfarrei den Gottesdienst in der barocken Abtei aus dem 11. Jahrhundert. Pfarrer Josef Göppinger konzelebrierte mit dem Altprior Richárd OSB, der es verstand, die bayerische Gruppe immer wieder auf Deutsch einzubinden. Diese Feier war eine der Höhepunkte der Reise, jeder ging erfüllt und bereichert aus dem Gotteshaus. Am Nachmittag, der zu freien Verfügung stand, konnten die vielen kleinen, aus Basalt und Schilf errichteten Häuser, sowie einige Museen besichtigt werden. Auch hier dreht sich viel um Paprika und Lavendel.

Am letzten Tag der Reise war noch der Besuch bei der Firma Old Blue von Janos Plank in Veszprém angesagt. Herr Plank recycelt umweltschonend alte Jeans, letztes Jahr waren es 83600 Kleidungsstücke, aus denen in Heimarbeit und durch Menschen mit Handicaps, Teppiche, Taschen, Plüschtiere, Kissen, Sofabezüge, Schmuck etc., insgesamt 230 verschiedene Produkte hergestellt wurden. So kommen ausgediente Jeans auch in ihrem zweiten Leben nicht aus der Mode. Gute Jeanskleidung verschenkt er an Bedürftige.

Auf dem Heimweg machten die Reisenden noch einen Abstecher zur Erzabtei Pannonhalma auf dem Martinsberg, dem größten und ältesten Kloster Ungarns, das von Benediktinern bewohnt und bewirtschaftet wird und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Nach dem Mittagessen in Pannonhalma ging es über Wien wieder zurück in die Diözese Passau.

Die ganze Reise wurde von der ungarischen Dolmetscherin Judith Balla begleitet und unterstützt.

Die Reiseteilnehmer bedankten sich beim langjährigen Fahrer Anton Keneder und bei der Reisebegleitung für die gelungene Fahrt. Theresia Göppinger war sehr dankbar für den guten Geist in der Reisegemeinschaft, wo jeder schaut, dass es dem anderen gut geht. Wichtig war auch, unsere europäischen Nachbarn in deren Nöten und Problemen zu verstehen und das schafft man nur durch unvoreingenommene, christliche Begegnung.

Reisegruppe: 2. Reihe links Reisebegleitung Theresia Göppinger. daneben Dolmetscherin Judith Balla

(Foto:Th.Göppinger)

(Theresia Göppinger, KLB-Passau)

 

 

 


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Bericht über Palliativpflege 3.12.2016 pnp

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Spendenübergabe Jahrdorf  14-12-2016 pnp

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Pressegespräch vom November 2016

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aus Landwirtschaftlichen Wochenblatt: Nr.26 vom 1.07.2016 Seite 18

Artikel von Roland Lory
Landvolk: „Weniger ist mehr“
KLB Passau bringt Papier zur Zukunft der Landwirtschaft heraus

Download (PDF, 1.8MB)

 


BV_DeggendorferLand1_2016