Niklaus und Dorothee von Flüe

 

Niklaus

Abschiedsszene: Niklaus und Dorothee von Flüe

Niklaus und Dorothea von Flüe werden von der Katholischen Landvolkbewegung als Patrone vereehrt.

Als Ehepaar beeindrucken Niklaus und Dorothee mit
der Geradlinigkeit ihres Lebens,

im Hören auf Gott,

mit der Kraft ihres Glaubens,

im Ringen um den Willen Gottes,

im Loslassen und Sich-Verlassen auf Gott.

Bruder Klaus selbst wurde bereits zu Lebzeiten als “lebendiger Heiliger” verehrt. Bis in unsere Tage wird er in der Schweiz als Landesvater und Nationalpatron geschätzt. Der Reichtum seiner christlichen Lebensweisheit und sein Friedensideal machen ihn aber auch zu einem Heiligen für die ganze Welt.

Auch wenn der Lebensweg von Niklaus und Dorothea für unsere Verhältnisse eher eckig und kantig ist, so sind sie für viele Menschen Fürbitter und Leitbilder.

 

 

Zeittafel:

steinturm

  • 1417 kommt Klaus auf dem Flüeli als Bergbauernbub zur Welt.
  • Als junger Mann muss Klaus an mehreren Kriegszügen teilnehmen. Als Rottmeister (Offizier) stellt er sich gegen seine Soldaten und hält sie von ihrem “Recht” ab, das Kloster Katharinenthal zu plündern.
  • Mit 19 Jahren wird Niklaus Gemeinderat, mit 29 Jahren Bügermeister von Sachseln, mit 36 Kantonsrat, mit 38 Jahren Ständerat. Das Amt des Landamannes (höchstes Regierungsamt im Kanton Obwalden) lehnte Niklaus mehrmals ab.
  • Mit 29 Jahren heiratet Niklaus die ca. 16 Jahre alte Dorothee Wiss.
    In 20 Jahren werden ihnen fünf Buben und fünf Mädchen geschenkt.
  • Das wiederholte Erleben von Unrecht und Korruption veranlasst Niklaus von Flüe 1466 alle seine politischen Ämter niederzulegen.
  • Ende 40 gerät Niklaus in eine schwere Sinn- und Lebenskrise. Nach zweijährigem Ringen verlässt er Frau, Familie und Hof. Dorothee gibt ihm dazu ihr Ja.
  • 1481 gipfelt die Ratgebertätigkeit von Bruder Klaus im „Stanser Verkommnis“, dass das Schweizer Volk in letzter Minute vor einem Bürgerkrieg bewahrt. Die völlig zerstrittenen Städte und Landgemeinden schließen sich zur „Eidgenossenschaft“ zusammen. Seit diesem Tag war die Schweiz in keinen Krieg mehr verwickelt.
  •  Im 70. Lebensjahr stirbt Bruder Klaus in seiner Klause.
  • 1947 – 450 Jahre später wird Bruder Klaus am 15. Mai durch Papst Pius XII heilig gesprochen.
  • 1951 macht die Landjugend auf der Rückfahrt von der ersten Romreise einen Zwischenstopp in Sachseln. In einem spontanen Vorstoß erreicht es Dr. Emmeram Scharl, den heiligen Niklaus von Flüe als Patron der Katholischen Landjugend auszurufen.

klein_niklas mit Radbild